Programmieren lernen - für KinderSamstag, 30 Oktober, 2010 22:59

Mein Freund Marc hat einen Sohn. Der spielt gern am Computer und an der Konsole, ist ja klar. Marc und ich haben darüber gesprochen ob es nicht was Schönes gibt, das einen spielerischen Einstieg in die Programmierung bietet. Der Auslöser war die Heise ct-cd mit solcher Software darauf.

Ich habe mir AntMe angesehen, zuerst mit VisualBasic, da ich kein Buch dafür habe und Hilfe im Internet zu diesem Thema begrenzt ist, habe ich dann dasselbe nochmal mit C# gemacht und ja, mein erstes halbwegs vernünftiges Ameisenvolk übersteht andere Völker, wenn die Nahrungsquellen Verteilung nicht unfair ist und die anderen keine Tötungsmaschinen losschicken. - Ich finde jedoch, da man bei AntMe richtig mit einer Hochsprache programmiert ist es unzufriedenstellend, dass die Antme engine eine blackbox ist. Das hat zur Folge, dass man nicht alles verstehen kann, was ich sehr unschön finde.

Viel interessanter fand ich da Etoys. Etoys startet einen desktop und am Anfang gibt es da ein kleines Auto das herum fährt und wenn es wo gegen bummst, dann dreht es um und fährt in anderer Richtung weiter, das Mini script das das kleine Auto steuert, steht auch gleich für eine erste Untersuchung da.

Man kann tutorials und demos aufrufen, eine Gallerie fertiger Projekte ansehen und starten, sowie ein neues eigenes Projekt starten. Dafür steht eine workbench zur Verfügung und die Objekte, die man erzeugt. Tja, wenn man denn mal mit einem eigenen Projekt startet, dann steht da am Anfang ein Objekt dass man sich selbst malt oder man holt sich etwas aus der workbench. Objekte haben dann Eigenschaften und Fähigkeiten, die man per script steuern kann.

Das nenne ich einen kind gerechten Ansatz und mein erstes Projekt "Pong" hat mir viel Freude bereitet. Die Programmierung ist in sich geschlossen und man kann wenn-dann Beziehungen aufbauen, Bewegungen auslösen und vieles mehr. Wie was geht, erschließt sich nach und nach von selbst oder man sieht sich die lokalen tutorials und die im Internet an.

In Etoys kann man wohl auf Deutsch umschalten, jedoch hat das nicht eine hundert prozentige Wirkung. Wenn sich jemand damit beschäftigt, ist ein englischer Wortschatz sehr vorteilhaft und bestimmt wird der mit Etoys dann auch gleich ein kleines bisschen mit aufgebaut, was ich eher als Vorteil denn als Nachteil sehe, Marc übrigens auch :-)

Hier ist der link  zu den Video tutorials, die ich sehr lehrreich fand, englisch latürnich. Und hier kann die Projektdatei Pong heruntergeladen werden (rechtsklick zum herunterladen, linksklick, falls das Etoys plugin installiert ist):

 PONG.015.pr 

Das ist überhaupt die Krux, ein deutsches Projekt, das habe ich nicht gefunden, leider.

Ausserdem bin ich noch auf Alice gestoßen, das ist vom Ansatz her wohl nicht so für Kinder geeignet, das Programm läßt sich aber sogar auf deutsch umstellen und bietet nach längerem "Studium" die Komplexität, die Etoys abgeht. Hier hat man auch einen "desktop", d. i. eine 3D Landschaft, die man dann mit Objekten bestücken kann und diese haben wiederum Eigenschaften und Fähigkeiten, die man manipulieren kann. Einen Astronauten auf dem Mond, der ein paar Schritte herumläuft und sich fragt, wie er da wohl hingekommen ist, hatte ich in wenigen Minuten erstellt. Macht Spaß, echt!

Categories: Programmierung

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